Ganzkörper-MRT

Früherkennung für ein längeres, gesünderes Leben

Auf einen Blick

Die Ganzkörper-MRT erfasst in einer einzigen Untersuchung ohne Strahlenbelastung Ihr Skelett, Gehirn, Gefäße und innere Organe vom Kopf bis zum Becken. Unser multiparametrisches Protokoll kombiniert mehrere spezialisierte Bildgebungstechniken – darunter diffusionsgewichtete Sequenzen zur empfindlichen Tumorerkennung und eine MR-Angiographie der Hirngefäße. So können Tumore, Aneurysmen und degenerative Veränderungen erkannt werden, bevor sie Beschwerden verursachen. Jeder Befund wird im persönlichen Gespräch verständlich erläutert und in konkrete Empfehlungen übersetzt. Die Ganzkörper-MRT ergänzt die bestehenden Vorsorgeprogramme – sie ersetzt sie nicht.

Modernste Diagnostik ohne Strahlenbelastung

Longevity – ein möglichst langes Leben bei guter Gesundheit – beginnt mit dem Wissen um den eigenen Körper. Mit der Magnetresonanztomographie des ganzen Körpers (Ganzkörper-MRT) bieten wir ein diagnostisches Verfahren zur Gesundheitsvorsorge, mit dem sich Erkrankungen des Skeletts, des Gehirns, der Lymphknotenstationen, des Brustkorbs sowie der Organe im Bauch- und Beckenraum feststellen lassen. Dabei ist es möglich, Tumore und Entzündungen zu erkennen, bevor diese sich durch Beschwerden bemerkbar machen. Im Unterschied zu anderen bildgebenden Screening-Verfahren, wie der Computertomographie, kommt die MRT vollständig ohne ionisierende Strahlung aus – ein entscheidender Vorteil gerade im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen, bei der Patientinnen und Patienten ohne akute Beschwerden untersucht werden. Die Strahlungsfreiheit macht die Ganzkörper-MRT zudem ideal für regelmäßige Verlaufskontrollen: Veränderungen lassen sich über die Jahre vergleichen und im zeitlichen Verlauf beurteilen, ohne dass eine kumulative Strahlenbelastung entsteht. So wird aus einer einzelnen Momentaufnahme ein langfristiges Monitoring Ihrer Gesundheit – ganz im Sinne einer nachhaltigen Vorsorgestrategie.

Warum Früherkennung Leben retten kann

Bestimmte Tumorerkrankungen – etwa der Bauchspeicheldrüse oder des Gehirns – werden häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, wenn die Behandlungsmöglichkeiten bereits eingeschränkt sind. Die Ganzkörper-MRT bietet die Chance, solche Veränderungen bereits in einem symptomfreien Frühstadium zu erkennen, in dem die Aussichten auf eine erfolgreiche Behandlung deutlich besser sind. In publizierten Studien, die an symptomfreien Erwachsenen durchgeführt wurden, wurden bei etwa 2 % der Untersuchten abklärungsbedürftige Befunde festgestellt. Bei etwa 1%1,2 wurden zuvor unbekannte bösartige Tumore bestätigt.

Doch die Ganzkörper-MRT erkennt weit mehr als Tumorerkrankungen. Sie ermöglicht die Darstellung von Gefäßveränderungen wie Aneurysmen – krankhafte Erweiterungen der Blutgefäße, die unbemerkt lebensbedrohlich werden können. Stumme Hirnläsionen, die auf abgelaufene kleine Durchblutungsstörungen oder andere verborgene Prozesse hinweisen, werden ebenfalls sichtbar gemacht – Veränderungen, die ohne Bildgebung oft erst nach Jahren durch Symptome auffallen würden.

Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule und des Beckenskeletts können mit dieser Untersuchung ebenfalls früh diagnostiziert werden, was es Ihnen ermöglicht, Lebensgewohnheiten, Hobbys und sportliche Betätigungen rechtzeitig anzupassen und so einer Verschlechterung gezielt entgegenzuwirken.

Transparenzhinweis: Die Ganzkörper-MRT ist derzeit bei symptomfreien Personen kein etabliertes, leitlinienbasiertes allgemeines Screening-Verfahren. Die verfügbare Beweislage stammt überwiegend aus Beobachtungsstudien; umfassende Langzeitdaten zu patientenrelevanten Endpunkten liegen bisher begrenzt vor1,2,3. Die Ganzkörper-MRT ist im Rahmen unseres Angebots als ergänzende Maßnahme zu den bestehenden gesetzlichen Vorsorgeprogrammen zu verstehen – nicht als deren Ersatz.

Unser Untersuchungsprotokoll – umfassend und multiparametrisch

Entscheidend für die Aussagekraft einer Ganzkörper-MRT ist nicht allein das MRT-Gerät, sondern vor allem das verwendete Untersuchungsprotokoll. Umfang und Qualität der Protokolle können je nach Einrichtung variieren. Bei INEA Radiologie setzen wir auf ein umfassendes multiparametrisches Protokoll, das verschiedene Bildgebungstechniken kombiniert und so eine differenzierte Beurteilung ermöglicht.

Die Ganzkörper-MRT beinhaltet folgende Untersuchungstechniken:

  • Konventionelle MRT-Untersuchung des Kopfes, des Halses, des Brustkorbs, der Bauch- und Beckenorgane mit den dazugehörigen Lymphknotenstationen.
  • Hochaufgelöste Darstellung aller Wirbelsäulenabschnitte, des Rückenmarks und der Bandscheibenfächer.
  • Diffusionsgewichtete MRT vom Schädeldach bis zum Beckenboden. Mit dieser Technik können krankhafte Veränderungen der Zelldichte und -struktur sichtbar gemacht werden, sodass Krebs- und Tumorerkrankungen mit hoher Empfindlichkeit frühzeitig erkannt werden können.
  • FLAIR-Sequenzen des Gehirns zur empfindlichen Darstellung von Gewebeveränderungen, Entzündungsherden und stummen vaskulären Läsionen.
  • MR-Angiographie (TOF) zur Beurteilung der hirnversorgenden Gefäße und zum Ausschluss von Aneurysmen – ohne Kontrastmittelgabe.

Was die Ganzkörper-MRT nicht leisten kann

So leistungsfähig die Ganzkörper-MRT als Vorsorgeinstrument auch ist – sie ist kein universelles Screening-Verfahren für alle Erkrankungen. Für bestimmte Tumorarten sind andere Verfahren der Früherkennung überlegen, die ergänzend wahrgenommen werden sollten:

  • Darmkrebs: Die MRT kann Polypen und kleine Schleimhautveränderungen im Darm nicht zuverlässig erfassen. Die Koloskopie bleibt daher das Verfahren der Wahl.
  • Brustkrebs: Eine Ganzkörper-MRT ohne Kontrastmittel ersetzt nicht die gezielte Brustdiagnostik. Mammografie und gegebenenfalls eine dedizierte Brust-MRT bleiben für die Brustkrebsfrüherkennung unverzichtbar.
  • Lungenkrebs: Für die Früherkennung von Lungenkrebs, insbesondere bei Risikopatienten, ist die Niedrigdosis-CT der Lunge das empfohlene Screening-Verfahren.
  • Gebärmutterhalskrebs: Der Abstrich (Pap-Test) und die HPV-Testung sind die wirksamsten Methoden zur Früherkennung.
  • Hautkrebs: Die MRT bildet die Körperoberfläche nicht ab. Die dermatologische Ganzkörperuntersuchung bleibt für die Erkennung von Melanomen und anderen Hauttumoren entscheidend.
  • Prostatakrebs: Die Ganzkörper-MRT liefert Übersichtsaufnahmen der Prostata, ersetzt jedoch nicht die gezielte biparametrische MRT der Prostata (bpMRT), die als Standardverfahren zur Abklärung bei erhöhtem PSA-Wert oder klinischem Verdacht gilt. Für die Früherkennung bleibt die Kombination aus PSA-Bestimmung und gegebenenfalls gezielter Prostata-MRT maßgeblich.

 

Ergänzende Vorsorge mit Weitblick

Die Ganzkörper-MRT ist als wertvolle Ergänzung zu den bestehenden gesetzlichen Früherkennungsprogrammen zu verstehen. Sie erweitert die Diagnostik um eine Dimension, die andere Verfahren nicht abdecken – ersetzt diese aber nicht.

Darüber hinaus kann die hohe Empfindlichkeit der MRT dazu führen, dass Nebenbefunde entdeckt werden, die sich letztlich als harmlos herausstellen – etwa kleine Zysten in Leber oder Nieren. Solche Zufallsbefunde erfordern eine sorgfältige Einordnung durch den befundenen Arzt, um unnötige Verunsicherung oder überflüssige Folgeuntersuchungen zu vermeiden. Gleichzeitig bieten gerade diese Befunde häufig die Gelegenheit, Veränderungen gezielt im Blick zu behalten, die ohne Bildgebung nie aufgefallen wären – und bei Bedarf frühzeitig zu handeln. In genau dieser Möglichkeit, auch scheinbar beiläufige Befunde sinnvoll einzuordnen und in eine individuelle Vorsorge zu überführen, liegt ein wesentlicher präventiver Wert der Ganzkörper-MRT. Die fachärztliche Bewertung jedes einzelnen Befundes im Gesamtzusammenhang ist deshalb ein zentraler Bestandteil unseres Untersuchungskonzepts.

Ablauf

Mehr als Bilder – konkrete Ergebnisse für Ihre Gesundheit

Unser Anspruch geht über die Erstellung von Bildern und eines Befundberichts hinaus. Im Vorfeld der Untersuchung findet ein ausführliches ärztliches Beratungsgespräch statt. Die Untersuchung kann dann ohne weitere Vorbereitungen durchgeführt werden und dauert ca. 60 min. Die Gabe von Kontrastmittel ist nicht notwendig.

Im Anschluss wird jeder Befund für Sie verständlich aufbereitet und in einem persönlichen Arztgespräch erläutert. Dabei erfahren Sie nicht nur, was festgestellt wurde, sondern auch, was dies für Sie bedeutet und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. So erhalten Sie keine abstrakte Diagnostik, sondern konkrete, handlungsleitende Informationen für Ihre Gesundheitsvorsorge.

Kostenübernahme

Kostenübernahme durch Sie (Selbstzahler)

Die Ganzkörper-MRT ist nicht Bestandteil des festgeschriebenen Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen. Sie erhalten von uns eine Rechnung über die erbrachte Leistung.

Kostenvoranschlag GK-MRT

Kostenübernahme durch den Arbeitgeber

In einigen Unternehmen werden die Kosten von Ganzkörperuntersuchungen (Ganzkörper-MRT) vom Arbeitgeber erstattet. Weil wir von dieser Vorsorgemöglichkeit so überzeugt sind, können diese auch alle Mitarbeiter der INEA Radiologie auf unsere Kosten durchführen lassen.

Kontakt

Falls Sie weitere Fragen haben oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns gern unter:

TEL 03585 80490
vorsorge@inea-radiologie.de

 

 

Weiterführende Literatur
[1] Zugni F, Padhani AR, Koh DM, et al. Whole-body magnetic resonance imaging (WB-MRI) for cancer screening in asymptomatic subjects of the general population: review and recommendations. Cancer Imaging. 2020;20(1):34.
[2] Hu Y-S, Wu C-A, Lin D-C, et al. Applying ONCO-RADS to whole-body MRI cancer screening in a retrospective cohort of asymptomatic individuals. Cancer Imaging. 2024;24(1):22.
[3] Petralia G, Zugni F, Summers PE, et al. Whole-body magnetic resonance imaging (WB-MRI) for cancer screening: recommendations for use. Radiol Med. 2021;126(11):1434–1450.