Biparametrische MRT (bpMRT) als Standard
Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Studien führen wir die Prostata-MRT primär als biparametrische MRT (bpMRT) ohne Kontrastmittel durch. Diese Methode ist bei der Detektion klinisch signifikanter Prostatakarzinome genauso effektiv wie die aufwändigere multiparametrische MRT (mpMRT) mit Kontrastmittel.
Vorteile der bpMRT für Sie:
- Keine Kontrastmittelgabe – keine kontrastmittelassoziierten Risiken, keine Einschränkungen bei Dialysepflicht, Nieren- oder Lebertransplantation
- Kürzere Untersuchungszeit – ca. 15–20 Minuten statt 30–40 Minuten
- Geringere Kosten – höhere Chance auf Kostenübernahme durch die GKV, niedrigere Selbstbeteiligung
- Mehr Komfort – kürzere Liegezeit, keine Wartezeiten durch Kontrastmittelgabe
Bei speziellen Fragestellungen kann nach radiologischer Einschätzung individuell Kontrastmittel appliziert werden (multiparametrische MRT).
Zur Auswertung der Prostata MRT setzen wir zusätzlich moderne KI-Software ein. Diese unterstützt die Erkennung und Bewertung auffälliger Befunde und trägt so zu einer noch präziseren und standardisierten Befundung bei. Die ärztliche Beurteilung bleibt dabei stets maßgeblich – die KI dient als ergänzendes Werkzeug für höchste diagnostische Qualität. Dazu nutzen wir die KI-Software von mediaire.
Wichtig zu wissen ist, dass der PSA-Wert, der ein Eiweiß aus der Prostata zur Erkennung von Prostatakrebs misst, allein kein zuverlässiger Tumormarker ist. Ein niedriger oder normaler PSA-Spiegel schließt Prostatakrebs nicht aus. Ein erhöhter PSA-Wert kann hingegen ein Hinweis auf bösartige Veränderungen der Prostata sein und sollte weiter abgeklärt werden. Für sich allein ist er jedoch kein definitiver Beweis für das Vorliegen eines Karzinoms.
Zweitbefundung der Prostata
Für Patientinnen und Patienten sowie für zuweisende Kolleginnen und Kollegen bieten wir eine Zweitbefundung bereits vorliegender MRT-Untersuchungen der Prostata an. Sie dient der erneuten, spezialisierten Beurteilung auffälliger oder unklarer Befunde und kann eine wichtige Grundlage für die weitere Diagnostik und Therapieplanung sein.
Die Befundung erfolgt mit besonderer Expertise in der Prostata-Bildgebung und unter Einbeziehung KI-gestützter Auswertung. Besondere Qualifikationen sind das Q1-Zertifikat der Deutschen Röntgengesellschaft, die Mitgliedschaft in der AG Urogenitale Radiologie sowie die Mitentwicklung und klinische Testung international etablierter MRT-Protokolle für die Prostata am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg.
Ablauf
Um die Bildqualität zu verbessern, empfehlen wir 2 Stunden vor der Untersuchung nichts zu essen. Die Untersuchung selbst dauert 20 Minuten.
Kostenübernahme
Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung
Dr. med. Kloth ist von der Deutschen Röntgengesellschaft für die mpMRT der Prostata zertifiziert. Auf Grundlage dieser Qualifikation bestehen eine Sondervereinbarung mit der AOK PLUS und Selektivverträge mit der IKK classic, der DAK-Gesundheit sowie einzelnen Betriebskrankenkassen (BKK´s).
Diese Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine MRT der Prostata unter bestimmten medizinischen und versicherungsbezogenen Voraussetzungen. Die konkreten Einschlusskriterien und erforderlichen Unterlagen unterscheiden sich jedoch je nach Krankenkasse und müssen daher immer individuell geprüft werden.
Gern beraten wir Sie zu den Möglichkeiten einer Kostenübernahme und unterstützen Sie bei der Klärung mit Ihrer Krankenkasse. Kontaktieren Sie uns unter 03585 80490 oder vorsorge@inea-radiologie.de.
Kostenübernahme durch die private Krankenversicherung
Die Kosten des Prostata-MRTs werden durch die privaten Krankenversicherungen üblicherweise in voller Höhe erstattet.
Kostenübernahme durch Sie (Selbstzahler)
Die MRT der Prostata kann für Sie als Selbstzahler im Rahmen einer individuellen Gesundheitsleistung (IGeL) jederzeit durchgeführt werden. Sie erhalten von uns eine Rechnung über die erbrachte Leistung.
Kostenvoranschlag bpMRT der Prostata